insidePP – erste Einblicke in die “Progressive Plattform” der #Piraten – knallhart-straff-hierarchisch

Progressive PlattformSeit der Gründung der so genannten “Progressiven Plattform” steht die Abspaltung der Piratenpartei unter genauer Beobachtung von Kritikern. Doch bisher konnten nur wenige Informationen über die interne Organisation der Progressiven Plattform (PP) an die Öffentlichkeit gelangen. Anders als bei der Piratenpartei hält sich die PP über Führungsfiguren und Transparenz interner Strukturen bedeckt. Dies offenbar aus gutem Grund, wie jetzt erste Einblicke in die PP zeigen, die von einem anonymen Noch-Mitglied der PP nun an die Öffentlichkeit gebracht wurden. Das Mitglied, das unter dem Namen “insidePP” auftritt, berichtet von knallharten sektenartigen Strukturen innerhalb der Progressiven Plattform. Bekannt war bisher, dass ein potentielles Mitglied der PP mehrere Bürgen vorbringen musste um Mitglied werden zu können. Was Neumitglieder nicht wissen: die Progressive Plattform besteht aus mehreren so genannten “Ebenen”, an deren Spitze ein geschlossener Zirkel von Piraten hauptsächlich aus Berlin steht.

“Die unteren Ebenen werden als Melkkühe angesehen”

Schon um in die unterste Ebene der Progressiven Plattform (oder auch “Die Plattform” wie Mitglieder sie nennen) aufgenommen zu werden müssen sich potentielle Mitglieder unter Beweis stellen. “Ein im Sinne der Plattform astreiner Leumund reicht meist nicht aus um aufgenommen zu werden, es sei denn Jemand von den höheren Ebenen erkennt eine klare Nützlichkeit des Neumitglieds.”, erklärt insidePP in einer ersten Stellungnahme.

Organisationsstruktur wie bei einer Etagere: "Die Plattform"
Organisationsstruktur wie bei einer Etagere: “Die Plattform”

“Neumitgliedern wird klar gemacht, dass von ihnen eine Spende erwartet wird im Gegenzug für die Bürgeleistung.”, so der Whistleblower weiter. Die Plattform gehe dabei mit sanftem psychologischen Druck vor. Der potentielle Bürge habe auch Geld gegeben, und schließlich wolle doch das Neumitglied nicht unsolidarisch sein. Dabei wissen die untersten Mitglieder nichts über die weiteren Strukturen oder gar eigentlichen Ziele der Plattform. “Menschen werden mit dem WIR-Gefühl geködert, dabei gehen die Verantwortlichen äußerst akribisch vor.

Gründung der Progressiven Plattform - alles nur Theater? CC BY SA 3.0 Florian André Unterburger
Gründung der Progressiven Plattform – alles nur Theater? CC BY SA 3.0 Florian André Unterburger

Jedes Neumitglied wird professionell analysiert und je nach seiner Motivation positiv bestätigt.” Dazu gehöre auch der Gründungsmythos der Plattform. Die angeblich spontane “Gründung in der Lobby” beim Parteitag in Halle folgte tatsächlich einem genauen Plan mit Drehbuch und Protagonisten. “Ich kann mich gut an die Generalprobe erinnern.”

“Piraten werden sich über die Enthüllungen die Augen reiben”

insidePP verspricht bei seinen Enthüllungen “derart bizarre Informationen, dass kaum Jemand sie glauben würde, wenn ich sie nicht beweisen könnte.” Das quasi-religiöse Konstrukt, das die Führungsriege für die höheren Ebenen entworfen habe, sei ein bizarrer Erlösungsmythos, der den Mitgliedern höherer Ebenen nach einer gründlichen Gehirnwäsche eingepflanzt werde. Bestandteil dieses “Aufstiegs” seien verschiedene fremdartige Rituale, deren Ziel es sei, jeden Apsket einer Person auf seine Rolle bei der Plattform auszurichten. Als Beispiel nennt insidePP ein frisch verliebtes Paar, das zusammen in die Plattform aufgenommen wurde, unter nur unter Zustimmung aus der Führungsclique und unter deren Augen das so genannte PIV (Penis-In-Vagina) vollziehen durfte.

“Und zur Sicherung der Macht// ein Dienst der Alle überwacht”

(aus: Pinky und Brain, der Diktatorsong)

Besonders akribisch geht den Informationen zufolge der “Infodienst” der Plattform vor. Dabei handelt es sich quasi um einen privat organisierten Geheimdienst in der Plattform, der deutlich älter ist als die Plattform selbst, und fast so alt wie die Piratenpartei selbst. “Man könnte sagen, dass von dem ‘Infodienst’ die eigentliche Gründung der Plattform ausging”. Dabei sammele der Dienst alle Daten die er nur bekommen könne. Auf verschiedenen verschlüsselten Servern weltweit sei beinahe das komplette Mailinglistenarchiv der gesamten Piratenpartei archiviert. “Der Infodienst hat Zugriff auf mehrere Millionen Emails von Piratenmailinglisten. Man könnte sagen: alles, was je auf einer Mailingliste geschrieben wurde, liegt in den Archiven des Infodienstes.” Doch damit nicht genug: auch in den sozialen Netzwerken seien spätestens seit 2010 Crawler unterwegs, die stets alles mögliche über Piraten und deren Angehörige und Freunde einsammeln. Ein besonderes Interesse bestehe auch an Mumble-Sitzungen und deren teilweise handgefertigten Abschriften. Derzeit sucht der Whistleblower insidePP den Weg aus der Plattform, dies gestalte sich jedoch als äußerst schwer. “Quasi mein gesamter Freundeskreis und auch große Teile meiner Familie bestehen aus Plattformern, ich werde die Brücken hinter mir abreißen müssen. Aber vorher habe ich mir geschworen möglichst viele Informationen über die Plattform herauszuschleusen.”

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